Wegbereiter in Amerika

Einer der wenigen Amerikaner, die es 1999 in das Pfeifenbuch von Rutzen schafften, verstarb Steve Weiner im Sommer 2002 nach rund einer Dekade als Bruyereschnitzer. Er gehörte zu den besten Schülern des legendären Mike Butera und stand daheim in hohem Ansehen - insbesondere wegen seiner kunstvoll rustizierten Pfeifen.

Larry Roush nennt Weiner einen derjenigen, "die seinerzeit den Boden für die amerikanische Pfeifenszene bereiten halfen". Dabei durfte die Konkurrenz lange Zeit in Italien gesucht werden - ebenso eine stilistische Heimat Weiners, der jährlich bis zu 250 Stück produzierte. Details wie komplett handgemachte Mundstücke führte er erst kurz vor seinem Tode ein. Offenbar rüstete sich Weiner damit für den Aufstieg in die internationale Highgrade-Liga. Es darf vermutet werden, dass ihm diese Beförderung im Zuge der heutigen Internationalisierung des amerikanischen Pfeifenwesens gelungen wäre. Sein Butera-'Mitschüler' Roush erinnert sich, dass "wir ungefähr zur selben Zeit die Leiter herauf kletterten, so dass es erfrischend war, jemanden zu haben, mit dem man über neue Techniken und Ideen reden konnte".

Ungerauchte Stücke sind bereits im Frühjahr 2004 sehr selten, da Weiner vorwiegend Direktverkauf betrieb und somit keine größeren Posten in den Läden verblieben, - ein vielleicht passendes Vermächtnis für einen Macher, der auch zu den Wegbereitern des Internethandels in der Pfeifenbranche gehörte.


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© 2004 und ViSdP Martin Farrent