Ungewöhnlich für Winslow

 
 

Eine alte, handgemachte Stanwell

Populär: Stanwell und Winslow

Ich habe mehrere Pfeifen von Poul Winslow besessen - von der (wirklich) preiswerten Crown über die teilrustizierte E bis hin zur schlichteren Classic-Serie. Übrig geblieben ist diese kleine, die man auf den ersten Blick schwer als Winslow erkennt - was freilich auch für den zweiten Blick gelten mag. Gekauft habe ich sie in Dänemark an einer Tankstelle mit Souvenir- und (erstaunlich hochwertigem) Pfeifenhandel. Sie ist ungradiert, ohne Filterkammer und wurde nach Angaben des Ladenbetreibers von Winslow bei einer Vorführung in dem Laden gefertigt.

Bleibt zu sagen, dass ich auch an den deutlichen Formen der in Deutschland üblicheren Winslow-Klötze viel Freude habe. Es sind, in einem lobenden Sinne, wirkliche Spaßpfeifen. Man spürt die Lust an ihrer Herstellung.

Auch von Stanwell habe ich nur noch eine Pfeife - diese handgemachte Selected Grain, die wohl aus den späten 70er Jahren stammt. Doch der Verkauf meiner übrigen mindert meinen Respekt für diese Marke nicht, laut Tabakmischmeister Greg Pease die mithin beste Fabrikpfeife überhaupt.

Dennoch hat diese Pfeife einige Merkmale, die heutige Stanwells vermissen lassen: wirklich wunderbar leichtes, kittfreies Holz und ein dünner Biss aus Ebonit wären vor allem zu nennen. Sie wirkt... nun...einfach herrrlich alt. Gekauft habe ich sie im September 2003 für lächerliche 27 Euro - ungeraucht in einem Tabakladen in Alkmaar (NL).

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© 2003 und ViSdP Martin Farrent