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Reiner
Die Marke Reiner bietet heute anständige Mittelklasse aus Deutschland, dazu in relativ großer Stückzahl (laut Rutzen jährlich 2000 Stück). Die Kombination höherer Qualität und Menge bildet hierzulande eine Seltenheit, eine fast italienische Produktpolitik der gehobenen Normalsterblichkeit. Als Namensgeber Reiner Klein noch an der Herstellung beteiligt war, wurden zwar Highgrade-Ambitionen angedeutet - erfüllt jedoch meines Erachtens nicht wirklich. So muss man diesen Tagen nicht langwierig nachtrauern. Die verschiedenen Epochen der Reiner-Pfeifen sind auf der Website der Internet-Diskussionsgruppe DAFT gut beschrieben. Da bietet sich - wenngleich im Zeitraffer - eine Periodenabfolge, wie man sie eher von den alten englischen Marken kennt. Fast ein bisschen deftig sind die Formen des heutigen Designers Lutz Rüdiger Will, aber ausgewogen und klar, dabei auch handwerklich gelungen. Aktuelle Reiners bieten - um den Nimbus des Unikats gebracht - ein einigermaßen vernünftiges Preis-/Leistungsverhältnis. Wer eine Reiner 'von Reiner selbst' haben möchte, findet in manchen Läden noch Restbestände aus der Zeit bis 1997. Gelegentlich sind sie für meine Begriffe indes überteuert (und waren es bereits früher). Vorsicht ist bei den ganz alten Modellen von Klein geboten: Mitte der 80er Jahre übte er offenbar noch. Grundsätzlich ist die Jagd nach 'echten' Reiners eher ein Spiel für entsprechend ausgerichtete Sammler, vor allem für solche, die sich auf das Herkunftsland Deutschland spezialisiert haben. |
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