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Was sind eigentlich
Preben Holms?
Wer Preben Holm selbst war, hat sich inzwischen herum gesprochen. Doch welchen Stellenwert man seinen Pfeifen heute zumisst, hängt offenbar von der individuellen Mythenempfänglichkeit ab. Da wäre die Darstellung, dass Preben eigentlich auf einer Stufe mit Sixten Ivarsson zu verehren wäre. Da wäre die Frage, ob in den 70ern und 80ern auch sämtliche in die USA exportierten Freehands eigenhändig vom Meister stammten. Da wäre aber die sichere Tatsache, dass Preben Holm zu den ersten dänischen Schnitzern gehörte, die größeren Erfolg jenseits des Großen Teiches feiern konnten. |
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So sehen manche eine Legende und andere eben nicht. Vor wenigen Jahren erzielten ungerauchte Preben Holms auf Ebay (USA) zeitweilig vierstellige Preise. Gelegentlich klettert eine Auktion noch immer in atemberaubende Höhe. Doch daneben gibt es recht ungläubige Zuschauer, die gar nicht so recht wissen, ob Prebens eigentlich Spitzenpfeifen sind. Der Name Preben Holm ist in den USA auch geradezu ein Synonym für die dänische 'Fancy'-Pfeife. Eine widersprüchliche Berühmtheit - sie macht ihn zum Nostalgieobjekt, allerdings auch zum Ikonen einer Mode, die heute fast als diskreditiert gilt. Die abgebildete Pfeife ist indes kein Beispiel dieses Genres, sondern ein Stück aus seiner Traditional-Reihe konservativer dänischer Formen. Nach so vielen kritischen Untertönen dürfte es überraschen, dass ich vor Preben Holm großen Respekt habe. Er steht für mich gewissermaßen auf einer Stufe mit seinem Schüler Poul Winslow - wie jener ein Formenmensch, kein Perfektionist, aber immer auch mit Freude am Werk. Kein zweiter Sixten - warum auch? |
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© 2003 und ViSdP Martin Farrent |