Spitzenklasse

Italien ist ja eigentlich für solide Mittelliga bekannt. Dass da manchmal jemand herausragen soll, lässt sich meist eher mit dem guten Willen als mit dem Auge nachvollziehen. Eine seltene Ausnahme bildet dabei Paolo Becker. Mehr noch als Maurizio Tombari (Le Nuvole) vertritt er das Streben nach Perfektion auf globalem Niveau - und schwimmt dabei nicht einmal gegen den 'nationalen' Strom der Preiswürdigkeit. Eindeutig Italiens bester Schnitzer, ist er zugleich einer der erschwinglichsten Highgrader überhaupt. Bei genau $200 fangen seine Preise im Jahre 2004 an, und dafür gibt es schon eine Sandstrahlung der Bang- oder US-Klasse.

Paolo macht seit 1974 Pfeifen. Die Marke 'Becker' stempelte er erstmals 1979 aufs Holz - seinerzeit zusammen mit seinem Vater Fritz, der vor den Nazis aus Wien geflüchtet war und seine neue Heimat nach dem Kriege in Rom fand.

Die Formenwelt seines Vaters weiterentwickelnd, versteht sich Paolo auf diskrete, elegante Avantgarde. Seine Nebenliebe zur englischen Klassik lebt er in der teilmaschinellen Serie 'Becker & Musico' aus. Die Ebonitmundstücke mancher Stücke erreichen schon Barbi-Qualität, womit gesagt wird, dass es besser gar nicht geht.

http://www.beckerpipes.com


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