![]() Eine preiswerte Moretti... ![]() ... und eine Viprati in der Stufe #4. |
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Weinkenner schwärmen gern vom preiswerten Leckertropfen. Einem solchen verzeiht man gönnerisch die eine oder andere Macke, schont er doch elegant Portemoinnae und Gewissen. Selbst eingefleischte Highgrade-Sammler stolpern gelegentlich über Pipenmarken, die eine ähnliche Unbeschwertheit vermitteln: Luigi Viprati und Marco Biagini (Moretti) sind Carver dieses Zuschnitts. Morettis fangen geradezu spott-preiswert an, dafür dann designerisch schlicht. Dennoch erinnern Innenleben, Biss und Maserung an Pfeifen für das dreifache Geld. Ein paar Spots sollte man für 80 Euro zwar hinnehmen können. Wer fünfmal so viel für eine Moretti ausgibt, kann sich allerdings oft über eine Ausnahmepfeife freuen. (Preisstand Herbst 2003) Viprati sieht's mit der Detailverarbeitung nicht immer so eng, schöpft als Ausgleich aber schon in den unteren Preislagen gestalterisch aus den (ziemlich) Vollen. Wenn die Muse ihn packt, entsteht wahrhaft Sehenswertes. Er sollte jedoch aufpassen, seine Pipen nicht zu überfrachten. Zuweilen sind sie mir zu schmuckbehangen - wie Zigeunerprinzessinen aus dem Bilderbuch. In den höheren Qualitäten arbeitet Luigi Viprati aber durchaus mit hinreichender Mäßigung. |
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© 2003 und ViSdP Martin Farrent |