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Mozart und Matzhold
Peter Matzhold ist der bei weitem führende Österreicher im Geschäft, weshalb ein Häppchen Kritik kaum an seinem Thron kratzen dürfte. Denn, ehrlich gesagt, fehlt mir an seinen Pfeifen ein wenig der Tiefgang, zumal ich ihnen andererseits auch selten verspieltes Genie abgewinnen kann. Der Stil ist mir zu unpersönlich, zu 'Wienerisch', erinnert an Kleinkunst - intelligent aber beiläufig. Damit tue ich ihm sicher unrecht, und im Übrigen muss ich einräumen, dass Matzhold es geradezu meisterlich versteht, auch komplexe Shapes mit der Maserung verschmelzen zu lassen. Und wenn's einmal richtig gut klappt, sitzt plötzlich auch die Assoziation Mozart drin. Zufälligerweise geht's dann preislich richtig zur Sache. Im abgebildeten Fall brauchte er solches Können allerdings nicht weit auszufahren. Es handelt sich um die recht simpel gestaltete Jahrespfeife der Newsgroup Daft aus dem Jahre 2000. Ich habe sie von einem anderen Sammler erworben und schätze ihre unkomplizierten Brennqualitäten sehr. Zum Verkauf steht sie nicht, dürfte aber auf absehbare Zeit meine einzige Matzhold bleiben. Eine für den Opernball kann ich mir einfach nicht leisten (brauche sie aber auch nicht). |
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