Eigenständige Legende

Sieht man von dem Exoten Micke ab, so befindet sich Lars Ivarsson an zweiter Stelle der Mythenhierachie in der Pfeifenwelt - hinter Bo Nordh und wohl noch vor Jess Chonowitsch. Zwar haben im Laufe der Jahre Carver wie Björn Bengtsson zeitweilig das Potenzial gezeigt, am Stellvertreterstuhl des Sixten-Sohnes zu sägen. Doch letztlich überdauerte dessen kontinuierliche Weiterentwicklung solche sporadischen Herausforderungen. Verbunden ist sie indes mit hoher Rarität, die wiederum einen Ausschlag dafür gibt, den zahlenmäßig produktiveren Chonowitsch auf den 'dritten Platz' zu verweisen.

Was hat das nun praktisch zu bedeuten? Einerseits, dass eine Lars sehr erlesen und außerordentlich teuer ist. Man wäre zwar naiv, den Sixten-Vorsprung zu negieren, doch hat der 1944 Geborene mit großer Akribie daran gearbeitet, die geerbte Legende durch eine eigene, wohlverdiente zu ersetzen.

Andererseits ist diese Legende auch ein Namensmythos - und darin ähnelt Lars Ivarsson eher Bo als dem eigenen Vater, dessen handfester Einfluss auch den Massenmarkt umkrempeln half. Wer für die Exklusivität zahlen will, erwarte keinen Flug in den siebten Genusshimmel. Der Aufschlag ist für Nimbus und 'Kunst' - darüber sollte man sich im Klaren sein.


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© 2004 und ViSdP Martin Farrent