Die Hälfte der Hoffnung

Fast als Gegenpart zu Cornelius Mänz wird der Däne Kent Rasmussen gehandelt. Die beiden Europäer gelten vielen Sammlern als weltweite Hoffnungsträger unter den jungen Carvern - noch vor den in Frage kommenden Amerikanern. Dabei ist der Stil Kents gelegentlich etwas skulptureller und gewagter als die Shapes von Cornelius - allerdings durchaus nicht immer, wie die abgebildete Pfeife zeigt. Gelobt wird neben Erfindungsreichtum auch seine Fähigkeit, die Formen anderer Macher ohne plagiatorische Peinlichkeiten zu interpretieren.

Der 1961 geborene Rasmussen wechselte 1998 von der Malerei und Bildhauerei zum Pfeifenschnitzen. Im Jahre darauf lernte er Teddy Knudsen kennen, erhielt vom Altstar Inspiration und Anleitung. Manche sehen noch heute den Einfluss Teddys im Werk Kents - wobei nicht verschwiegen werden soll, dass einige Sammler hieraus Kritik ableiten. Sie halten, was ich nicht wirklich nachvollziehen kann, die Emanzipation des Schülers für unvollständig. Selbst wenn dem (noch) so wäre, hat Kent Rasmussen natürlich reichlich Zeit, alle Erwartungen zu erfüllen.

http://www.kentpipes.com/


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© 2004 und ViSdP Martin Farrent