Kai und...

 
 

... Vater Viggo

Preiswerte Freehands von den Nielsens

Viggo Nielsen und Sohn Kai sind für mich nicht immer leicht zu unterscheiden. Die Ähnlichkeit tritt aber bei den hier abgebildeten Pfeifen nicht hervor. Die Viggo ist klein, kurz, nasenwärmerisch, glänzend. Die Kai ist groß, elegant, matt und hat - mit Ausnahme einer einzigen Stelle - das dichteste Straight Grain aller Pfeifen, die ich besitze.

Vater und Söhne (es gibt noch Jorgen) Nielsen gehören zu den wahrhaft Preiswerten unter den dänischen Freehandern. Ehrlicherweise muss man indes einräumen, dass es Qualitätsunterschiede gibt, insbesondere bei Kai. Meines Erachtens ist die abgebildete Jewel of Denmark (seine höchste Stufe) eine wirklich gut gearbeitete Pfeife mit hervorragend geschnittenem Mundstück. Bei weniger guter Maserung kommt mir aber oft der Verdacht, dass Kai seine Handwerkskünste kontrolliert zurückfährt. Das Ergebnis gilt manchem dann als 'rustikal', mir offen gestanden als ein bisschen grob.

Auch von den Formen her stehe ich dem Gesamtwerk der Nielsens gespalten gegenüber. Typische Kai- oder Viggo-Shapes mag ich meist nicht. Mein Fazit: Es gibt hervorragende Pfeifen von den beiden, aber auch weniger meisterhafte. Zumindest ihr Geld sind sie immer wert. Die preisliche Kluft zu Former und Co. besteht aber nicht grundlos.

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© 2003 und ViSdP Martin Farrent