Typisch ist die Form der sandgestrahlten Joura - die Strahlung
selbst macht sie allerdings zur Seltenheit. 
Natur von Joura

Nicht jeder mag Pfeifen von Karl Joura. Die für mich und an meinen Pipen nicht nachvollziehbare Kritik bezieht sich meist auf die Detailverarbeitung. Wenig zu beklagen hatte jemals ein Raucher an der Maserung und am Joura'schen Gefühl für ihre Wirkung. Wie fast kein anderer lässt der Bremer die Formen bescheiden hinter die Natur zurücktreten. Das Design dient ganz der Betonung des Holzes.

Exzellente Raucheigenschaften und eine einfühlsame Ergonomie kommen hinzu. Aus Joura-Pfeifen kann ich den Tabak mit Leichtigkeit genießen. "Joura und Dunhill sind die einzigen, die man wirklich rauchen kann", sagte mir gar ein Händler im Rheinland einmal. Doch dort steht man bekanntlich auf Pauschalurteile... und, wie gesagt, kenne ich erfahrene Sammler, die kein Wörtchen meiner Lobrede unterschreiben würden.

Wie bei vielen deutschen und dänischen Machern gibt es zurzeit noch eine beträchtliche Kluft zwischen den europäischen und amerikanischen Preisen. Ein mittleres Vermögen zahlen amerikanische Sammler gern für Pfeifen von Joura, und immer öfter fällt im Land der reichwerdenden Importeure sein Name. So ist langfristig nicht auszuschließen, dass auch hierzulande die ohnehin nicht niedrigen Joura-Preise zu klettern beginnen.


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© 2003 und ViSdP Martin Farrent