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Holzalternative Wild
Olive
Diese Jobert des Südafrikaners Johan Slabbert stellt meine erste Erfahrung mit Hölzern außer Bruyere dar. Entsprechend gespannt war ich auf die Raucheigenschaften des Wild Olive, besonders natürlich auf den süßlichen Eigengeschmack, der dem Olivenholz nachgesagt wird. Vorab: Davon konnte ich nichts erschmecken. Im Gegenteil: Das Holz scheint die Neutralität anständigen Bruyeres zu besitzen, darüber hinaus auch recht ähnliches Rauchverhalten. Es erhitzt sich nur mäßig und fördert das Sabbern nicht, wiegt vielleicht ein bisschen schwerer als gewohnt, verlangt dafür aber offenbar keine Einrauchphase. Nun, auch diese Erscheinung gibt es bei vielen Bruyere-Pfeifen. Das seidige Finish, das Johan seinen Pfeifen verpasst, bekommt der deutlichen, sparsamen Maserung dieses Holztyps sehr gut. Die Pipe ist sehr symmetrisch geschnitzt und durchaus auch Grain-bewusst geformt, wenngleich sich dieses dem Bruyere-gewohnten Betrachter erst auf dem zweiten Blick erschließt. Die in sich geschlossene Maserungswelt einer herausragenden Erica-Pfeife dürfte mit dem wilden Olivenholz nicht zu erreichen sein. Es entsteht vielmehr der Eindruck eines gekonnt gewählten Ausschnitts aus dem Block - man bleibt sich des weggeschnittenen Holzes bewusst, und das bringt eine gewisse Spannung in das Hinguck-Erlebnis. Kleinere Verarbeitungsmängel sind eine etwas zu hohe Bohrung und ein Biss, der dünner sein dürfte (die Gesamtbalance stimmt jedoch). Solche Mankos wiegen aber angesichts der überaus günstigen Preise dieser Handmades nicht wirklich schwer. |
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© 2003 und ViSdP Martin Farrent |