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Andere
Maßstäbe
Deutlicher als etwa Ingo Garbe hat es Sixten-Schüler Jess Chonowitsch geschafft, sich im breiten Bewusstsein der Sammler vom 'Pulk' der deutschen und dänischen Highgrader abzusetzen - sprich: in die Sonderklasse Nordh/Ivarsson/Micke vorzudringen. Vor allem von vielen Amerikanern als bester Carver überhaupt gefeiert, dürfte sein Erfolg auch darin begründet sein, dass er unter diesen Ultras wiederum der 'billigste' ist. Eine Chonowitsch bildet für manchen Sammler daher die finanziell gerade noch zu vertretende Spitze seines Arsenals. Es soll - neben einem Lob für fast superlative Verarbeitung - nicht verschwiegen werden, dass auch namhafte Sammler 'Chono' als Nutznießer eines gewissen Hypes werten. Da ist von einer künstlichen Rarifizierung seiner Pfeifen die Rede sowie davon, dass sich (bei den Standardformen) einzelne Exemplare seiner Produktion doch sehr gleichen. Mit solcher Kritik geht übrigens eine merkliche Hinwendung des Estate-Markts zu seinem Vater Emil einher. Die abgebildete Chonowitsch ist mit knapp über 30g beinahe phänomenal leicht und raucht sich (nach ersten Erfahrungen) fast von selbst. Überragt sie eine sandgestrahlte Bang wirklich um eine ganze Klasse? Nun ja, bei der olympischen Medaillenjagd im Sprinten geht es bekanntlich um Hundertstelsekunden... Frevlerisch sage ich dennoch: Die Bang tut's selbstredend auch! Die Vernunft spräche also dafür, das verlangte Geld lieber für zwei Highgrader der sterblicheren Sorte auszugeben, - und wer eine gestrahlte Roush für zu teuer hält, sollte sich bei einer minder schön gestrahlten Chono erst recht winden. Bei Jess fängt aber die Ebene des Fanatismus' endgültig an, und da gelten eben andere Maßstäbe. Man erspare dem Autor die Verlegenheit, diese in Worte zu kleiden... |
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