Gibt's das überhaupt?Was zum Teufel ist eine deutsche Pfeife? Sind die Deutschen nicht eigentlich Süd-Dänen? Ist Ingo Garbe überhaupt noch deutsch? Wem schauen die Deutschen kollektiv über die Schulter? Oder sindse gar kreativ? Merkwürdig. Hier die Binsenweisheiten: Garbe ist der Teuerste, aber Barbi setzt sich besser in Szene. Cornelius Mänz ist seit nunmehr einigen Jahren der Mann von Morgen. Hasso macht nix mehr. Jouras rauchen sich wie Dunhills. Peter Klein macht so faire Preise, dass die Kirchglocken läuten. Billerbeck ist anders, Safferling seltsam, und dann gibt es noch diverse Beckers sowie Vater und Sohn Brandt, die ich aber irgendwie immer vergesse. All das zusammen ergibt jedoch kein Mosaik. Als hilfsbereiter Wegbegleiter anderer Carver steht Barbi zwar im Mittelpunkt einer vagen Teilszene. Überwiegend bekommt man aber das Gefühl, dass die deutschen Pfeifenschnitzer nicht viel miteinander zu tun haben. Dazu passt, dass sie gegenseitig nicht immer viel voneinander halten. Recherchiert man vielmehr im Web, scheinen sich ihre Beziehungsnetze häufig nach außen zu entwickeln, in die USA, manchmal auch nach Italien, am sichtbarsten aber nach Dänemark. Und so ist die deutsche Pfeife - zumindest tendenziell noch - eine Spielart der dänischen. Deutschland wie Schweden sind die Außenposten einer Imperialmacht. Dass dabei die Schweden mit Bo Nordh den Kaiser stellen, erinnert passenderweise an das spätere Rom. Dass Barbi ein klein wenig exotischer wirkt als Tao oder Former, fügt sich in dasselbe Bild. Am Ende dürfte die gesunkene Zahl der Raucher und Macher sowieso die Konsolidierung des europäischen Pfeifennordens erzwingen. Und dass der Norden überhaupt reicht, ist noch lange nicht gesagt. Deshalb zählen wir doch gleich Österreich und die Schweiz hinzu. Wie auch immer: Genug gerätselt! Das Teutsche sucht man besser auf dem Fussballfeld - oder in der Popmusik. |
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© 2003 und ViSdP Martin Farrent