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Englische
Normalität
Als ursprünglich französische Marke wurde GBD (Ganneval, Bondier and Donninger) 1850 gegründet. Dass sie heute als archetypisch englisch gilt, mag ein wenig verblüffen; denn auch nach der Übernahme durch die britische Firma Oppenheimer gegen Ende des 19. Jahrhunderts blieben die Produktionsstätten vorwiegend in Frankreich. Erst im Ersten Weltkrieg kam eine (zusätzliche) Londoner Fabrik wirklich in Gang. Fortan bediente diese vorwiegend den britischen und amerikanischen Markt, einschließlich der angelsächsischen Kolonien, während in Frankreich die Pfeifen für Festland-Europa hergestellt wurden. Um 1980 verlegte die Cadogan-Gruppe schließlich die gesamte Produktion nach Southend-on-Sea an der englischen Küste, wo auch die heutigen Comoys, Loewes, Orliks und BBBs gefertigt werden. Pfeifen aus Southend erregen unter Sammlern nur selten Begeisterung, während vor allem in den USA ein lebhafter Markt für ältere Stücke zu beobachten ist. GBDs werden großartige Raucheigenschaften zugeschrieben, doch spielt sicher auch der nostalgische Reiz eine Schlüsselrolle - verkörpert diese Marke zusammen mit Namen wie BBB die englische 'Normalpfeife' der guten alten Zeit (wohingegen Dunhill schon immer dem Luxussegment zuzurechnen war). |
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