![]() |
Auf Klassik
gesetzt
Der Däne Erik Nielsen hat den Ehrgeiz, in die Highgrade-Kategorie vorzustoßen, und es gibt wenig Grund zu der Annahme, dass ihm dies mittelfristig misslingen müsste. Zwar produziert er erst seit kurzem unter eigenem Namen, schnitzte aber zuvor geraume Zeit bei Kurt Balleby und lässt sich gründliche Schulung auch anmerken. Schon jetzt sind die Ergebnisse äußerst solide - vor allem in der Harmonie von Maserung und Form. Gleichwohl ist sein eher konservatives Design kaum geeignet, die Liebhaber des Spektakulären zu begeistern. Das scheint nicht nur phasenbedingt - aus unbestimmtem Grunde hat der Betrachter das Gefühl, dass Innovation nie recht Nielsens Genre sein wird. Wegen dieser Zurückhaltung hat die jüngere Avantgarde (Cornelius Mänz, Kent Rasmussen) auch keine große Konkurrenz zu befürchten. Auf dem Markt für hochwertiges Mainstream dürfte er indes eine gesicherte Position finden - etwa dort, wo heute Macher wie Peter Heeschen tätig sind. Pflegte Erik Nielsen den Perfektionismus noch ein wenig gründlicher, so säße gar eine Former-ähnliche Nische drin. |
| Zurück... |
© 2004 und ViSdP Martin Farrent |