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Der Vater
Der Ruf Emil Chonowitschs segelt heute fast mühelos im Fahrwasser seines berühmten Sprösslings Jess, doch in den 70er Jahren brillierte seine Marke höchst eigenständig und respektabel. Der ehemalige Tabakhändler ging - übrigens zeitgleich mit Jess - bei Poul Rasmussen in die Lehre. Danach zog es ihn aber weniger zur Freehanderei als zu den Standard-Shapes. Waren die Preise dieser handgedrechselten Stücke seinerzeit nicht himmelstürmend, so misst sich Chonowitsch senior auf dem Estate-Markt heute durchaus mit Ilsted oder gar Bang. Die hohen Gebrauchtpreise mögen teilweise an Sammlern liegen, die im Vater den Sohn sehen wollen. Der Stil ist ein anderer, doch eine Devise haben beide Chonowitschs gemein: Ihre Pfeifen richten sich an den Raucher und erst in zweiter Linie an den Sammler. Die Ergonomie-Note der abgebildeten Pfeife ist ebenso hoch wie ihre Verarbeitungsqualität - ein wirklich edles Stück aus der Vergangenheit. Dennoch bleibt anzumerken: Eine Emil ist keine Jess (nein, auch keine halbe). |
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