Eine Dunhill Root Briar

 
 

Eine Parker aus den 50er Jahren

Mythos Dunhill

Sind sie ihr Geld wert? Waren sie früher besser? Wer dreht die Köpfe? Werden diese ölbehandelt? Greift der Unversnobte nicht besser zur 'Zweitmarke' Parker? Was soll überhaupt eine Pfeife ohne Maserung? Raucht man so was auch im Urlaub? Ist das Holz wirklich tot?

Fragen, deren Hartnäckigkeit vermuten lässt, dass am Mythos etwas dran ist. Aus meiner Sicht die mit Upshall beste englische Marke aller Zeiten. Dies aber zu begründen, wäre aber angesichts eines weit verbreiteten Weißpunkt-Atheismus' müßig. Man glaubt's entweder, oder hält Dunhill-Käufer für Deppen.

Trotz ihres hohen Neupreises sind die meisten Dunhills übrigens echte Raucherpfeifen und nicht wirklich Sammlerstücke. Das drückt sich auch im vergleichsweise niedrigen Wert der ‚normalen' Serien auf dem Gebrauchtmarkt aus. Insbesondere bei den glatten Pipen ist die Zahl der Schnäppchen hier groß. Doch Vorsicht: Als Raucherpfeifen werden viele Dunhills auch sehr ausgiebig benutzt, bevor sie die Estate-Szene erreichen.

Anzumerken bleibt, dass der Name Parker trotz hartnäckiger Gerüchte noch nie die Garantie für eine Dunhill-Zweitpfeife darstellte. Manche Parkers sind es, andere eben nicht. Neuere Parkers eher überhaupt nicht. Sammler tun gut daran, Parker als eine eigenständige und sehr hochwertige englische Marke zu betrachten. Eine befriedigendere und zutreffendere Einordnung erfordert intensive Lektüre - und gerät dennoch zur Enttäuschung für diejenigen, die ihre Parkers partout als Dunhills begreifen wollen.

 
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© 2003 und ViSdP Martin Farrent