![]() Eine Bang A ![]() Larsen Straight Grain |
Nobelmarken: Bang und
Larsen
Eine Marke, zwei Macher. Bangs liegen am oberen Ende des 'sterblichen' Highgrade-Spektrums. Was darüber steht, ist wirklich nicht mehr von dieser Welt (Nordh, Chonowitsch, Ivarsson... ). Ob die Pfeifen von Per Hansen und Ulf Noltensmeier wirklich so viel edler sind als Hedegaards oder Barbis? Vielleicht liegt der Reiz in der Kontrastfreude sowie in der Perfektion des Finish. Mir persönlich sagt das Design anderer Freehander genauso zu, doch nur wenige überzeugen mich in der Gesamtausführung mehr. Dass die heutigen Bang-Carver indes eine eigene und sehr erkennbare Formenwelt entwickelt haben, belegt die Schwerverkäuflichkeit alter Bang-Pfeifen aus der Epoche vor dem Firmeneinstieg der beiden um 1970. Auch wenn der Stempel solche Vor-Bangs nicht unbedingt verrät, das Auge vermisst Wesentliches. Nicht vermissen möchte ich das Birdseye-Festival auf der abgebildeten Pfeife. Eine Marke, die sich schwerer an Einzelnamen festmachen lässt, ist W.O. Larsen - und gerade darin besteht für viele der heimliche Reiz. Die Straight-Grain-Serie der Kopenhagener Firma wurde bekanntlich an hochberühmte Carver 'outgesourct', von Tonni bis Teddy. Doch auf der fertigen Pfeife blieben diese meistenteils anonym. Und so sitzen sie nun da, die Sammler, und raten und raten: Von wem ist wohl die meine? Ich persönlich tue das nicht, sondern attestiere ein hervorragendes Rauchverhalten mit Balkan Sobranie, eine zickenlos zwischen den Zähnen hängende, überraschend leichte Pipe, sowie zwei kleine Kittstellen unterm Kopf. Ihretwegen ist diese SG nur als 1 eingestuft. Ohnehin soll es in den letzten Jahren schwerer geworden sein, angesehene Pfeifenmacher zum Honorarschnitzen zu verpflichten. Die gestiegenen Preise für dänische Highgrades ließen ihnen ein eigenständiges Auftreten am Markt attraktiver erscheinen |
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