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"Weder Alternative noch Ergänzung"In der deutschen Pfeifenszene grassiert offenbar das Event-Fieber. Rolf Osterndorff organisiert die Europäische Pfeifenshow in Cuxhaven, und nun kündigt auch Online-Händler Heiko Jahr für den kommenden Juni eine Zusammenkunft in Leipzig an - bescheidener als die dreitägige Show des Piepenhoekers, doch nicht ohne Anspruch auf Prominenten-Sog. |
Heiko Jahr (rechts) mit
Cornelius Mänz |
Maximal 20 gewerbliche und private Aussteller sollen sich am 26.6. um die Gunst der Besucher bemühen, möglicherweise im Ratskeller der Sachsenmetropole. Abends zuvor dürfte es zudem ein lockeres Ankunftsereignis geben. Ob auch für den Sonntag Angebote vorbereitet werden, ist derzeit offen. Aussichten auf ein ganzes Pfeifenwochenende bestehen aber. In diesem Interview verrät Heiko einige Details und Hintergedanken. Wer wird deiner Meinung nach als Besucher nach Leipzig kommen, wer als Aussteller? Heiko J.: Unser Angebot richtet sich an Sammler, Vereine und Clubs, sowie an vornehmlich deutsche Macher. Von den Machern sind Rainer Barbi und Cornelius Mänz sicher. Eine Teilnahme von Wolfgang Becker, Bertram Safferling, Gerhard Wilhelm und Nils Thomsen halte ich für sehr wahrscheinlich. Darüber hinaus werden wir Peter Klein, Peter Matzhold, Roman Peter, Franz von Matt, Daniel Jud, die Brandts und Paul Becker einladen. Natürlich werden wir auch Importeure wie Otto & Kopp ansprechen. Außerdem gibt es ein ausdrückliches Angebot an private Sammler, eigene Estates anzubieten. Wie soll sich die Veranstaltung finanziell tragen? Heiko J.: Die Organisation läuft über Leipziger Pfeifenclub - nicht über das Geschäft. Das heißt: Dieses Event ist für den Veranstalter keine kommerzielle Schau. Wir denken an eine Mischfinanzierung aus Tischmiete und Sponsoring - zum Beispiel dadurch, dass jeder Aussteller ein Produkt aus seinem Angebot in eine Auktion gibt. Ist deine Veranstaltung als Konkurrenz zur Europäischen Pfeifenshow von Rolf Osterndorff zu werten, als Alternative oder als Ergänzung? Heiko J.: Weder noch. Der Ansatz ist ein ganz anderer. Unsere Schau hat mit Rolfs Geschichte nicht das geringste zu tun. Rolfs ganzes Konzept ist mir, um es diplomatisch auszudrücken, zu mutig. Selbstverständlich wünsche ich ihm aber von ganzem Herzen viel Erfolg. Einen Hinweis auf die Chancen solcher Events könnte das Adventstreffen von Händler Nils Thomsen in Berlin bieten. Dort sollen ja Macher und Sammler ebenfalls zusammen kommen. Schaust du dir diese Veranstaltung an? Heiko J.: Leider bin ich da verhindert. Meine Frau wird am 30.November dreißig Jahre alt - wir haben an diesem Wochenende das Haus voller Freunde aus der ganzen Republik und aus dem Ausland. Da kann ich mich beim besten Willen nicht drücken [lacht]. Wirst du auch bei Rolf in Cuxhaven ausstellen? Heiko J.: Selbstverständlich. Wenn sich in Cuxhaven in der Hochsaison noch ein Plätzchen unter einer Brücke finden läßt, bin ich dabei. Falls das Konzept von Rolf trotz meiner Skepsis aufgeht, wäre für das Pfeifenwesen in Deutschland und ganz Europa etwas Großartiges erreicht. Was muss geschehen, damit sich in Europa ein so lebhaftes Veranstaltungswesen um die Pipe entwickelt wie in den USA? Heiko J.: Es müssen, denke ich, erst einmal bestimmte verkrustete Strukturen angeknackst werden. Das erreicht man aber nach meiner Überzeugung nicht von der Händler-, sondern nur von der Userseite her. Darum ja der Ansatz einer nichtkommerziellen Veranstaltung, zumindest aus Organisatorensicht. |
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(5. November 2003) |
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© 2003 und ViSdP: Martin Farrent